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Sauberes Wasser fördert unsere Gesundheit

Moor der wertvolle Wasserspeicher

Moor ist ein reines Naturprodukt und eines der ältesten Heilmittel der Geschichte. Seine regenerative Wirkung hat der Mensch schon vor Hunderten von Jahren durch Beobachtung entdeckt. Verletzte und kranke Tiere suchten instinktiv Moorgebiete auf, um sich selbst zu heilen. Das bewog die Menschen, den tiefschwarzen Naturstoff immer heufiger für die Gesundheit zu nutzen. In allen Gebieten in denen sich Moore gebildet hatten, wurden Torf, Schlick und Schlamm zur Genesung verwendet. Auch heute noch existieren Moorheilbäder, die bereits im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt wurden. Vielleicht war der legendäre " Jungbrunnen" den Lucas Cranach der Ältere im Jahr 1546 gemalt hat in Wahrheit gar kein klares Wasser, sonderen eher ein Moorbad. Das Weltbekannte Gemälde stellt ein mittelalterliches Bad dar, in das von der einen Seite gebrechliche Menschen in ein großes Becken steigen , das Sie dann auf der anderen Seite verjüngt und geheilt verlassen.


 

Aus Heilkräutern wird Heil Moor

Moor ist ein wertvolles vertorftes Endprodukt aus mehr als 350 verschiedenen Pflanzen, Heilkräutern, Früchten, Samen, Bäumen und Blättern, die vor tausenden vor Jahren in stehenden Gewässern versunken sind. Experten nennen diesen Umwandlungprozess, der 10 000 bis 15 000 Jahre dauern kann, Humifizierung“ . In diesem biochemischen Transformationsprozess, der durch Mikroorganismen unter Luftabschluss (anaerob) eingeleitet wird, durchläuft das Moor verschiedene Phasen bis hin zur Torfbildung. Die Geschwindigkeit dieses Zersetzungprozesses ist von zahlreichen Umwelteinflüssen, wie z.B. von der Umgebungstemperatur sowie den Pflanzen und Bakterienarten abhängig. Die Geschwindigkeit , mit der Torf entsteht, beträgt etwa ein bis maximal 10 Millimeter pro Jahr. Nach vielen tausenden von Jahren wird aus der organischen Masse ein wertvoller Stoff, der sich zur äußerlichen und innerlichen Behandlung bei verschiedensten Krankheiten von Mensch und Tier eignet. Geerntet werden unterschiedliche Torfschichten. Für die innere Anwendung als Trinkmoor eignet sich die mittlere Schicht am besten, da sie ausgereift und besonders Hochwertig ist. Häufig wird Moor mit Fango verwechselt. Fango (italienisch Schlamm) ist jedoch vulkanische Ursprungs und besteht wie auch die Heilerde aus anorganischen Mineralien- das heisst aus kohlenstofffreien Verbindungen. Diese Substanzen wurden nicht von organischen Leben durch Lebenskraft erzeugt. Die Wirkstoffe können durch heutigen Wissenstand nicht über die Haut aufgenommen werden, ebenso soll auch die Resorption über die Darmschleimheit wenig bis gar nicht stattfinden. Bei Fango wirkt demnach vor allem der Wärmeeffekt. Moor hingegen setzt sich überwiegend aus organischen, also belebten Substanzen zusammen, die vom Organismus gut aufgenommen werden können. Heilmoor enthält eine vielzahl an wertvollen Stoffen: Eiweissverbindungen, Harze , Zellulose, Kieselsäure, Enzyme, ätherische Öle, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, Vitamine, Pektine, Flavonoide, Saponine, Wachse, Gerbstoffe und entzündungshemmende Substanzen. Hinzu kommen viele Mineralien wie Magnesium, Calcium, Eisen, Kalium, Natrium, Zink, Kupfer, Mangan, Chrom, Molybdän, Selen, Bor, Germanium und weitere mehr.


 

Lebensraum Moor

Obwohl der Mensch mit dem Moor ehr etwas Lebens Bedrohliches verbindet-ein schauriger Ort der Geister, den es ehr zu meiden gilt- , wird diese nacheiszeitliche Urlandschaft seit Jahrhunderten entwässert, abgetorft und in Landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Nur wo ausreichend Wasser ist und das Klima eine torfbildende Vegetation erlaubt, entstehen Moore als ökologische Übergangszone zwischen festem Land und Wasser . Selbst jenseits des Polarkreises, den den Meeresküsten der Subtropen und in den Regenwaldgebieten der Tropen entstehen Moore. In Deutschland sind von einst etwas 500.000 Hektar Hochmoorfläche nur noch etwa 30.000 übrig geblieben.


 

Wie sind die Moore entstanden?

Als sich das Klima nach dem letzten Ende der Eiszeit wieder erwärmte, stieg der Grundwasserspiegel merklich an, denn die Eispanzer schmolzen, und zusätzlich fielen noch viele Niederschläge. Täler, Senken sowie Niederungen und Auen wurden überflutet. Mit dem Wasser veränderte sich auch die Vegetation, es wuchsen mehr Feuchtigkeitsliebende Pflanzen, die sich auf dem sauerstoffarmen Boden nicht zersetzen-ideale Bedingungen für die Entstehung von Mooren, die zu 95 Prozent aus Wasser bestehen. Hauptmoorbildner sind die Torfmoose. Dieses Pflanzenmaterial ernährt sich von Regenwasser und hat keine Wurzeln. Das bedeutet, unten stirbt es allmählich ab, ober wächst es weiter und wird nach und nach zu Torf. So kann ein Moor kontinuierlich-wenn auch sehr langsam immer weiter wachsen und immer mächtiger werden. Pro Jahr wächst die Torfschicht eines intakten Hochmoores um rund einen Millimeter.


 

Niedermoore und Hochmoore- einzigartige Ökosysteme

Moore unterscheiden sich von allen anderen Ökosystemen auf der Erde, denn sie sind Lebensräume mit positiver Stoffbilanz.Das bedeutet, dass dort mehr wächst, als abstirbt oder zersetzt wird. Nährstoffreiche Niedermoore mit reichhaltigem Pflanzenbewuchs und breiter Artenvielfalt erhalten ihr Wassser nicht nur durch Niederschlag, sondern auch durch Zufluss von Grundwasser oder Verbindungen zu offenen Gewässern. Ist die Niederschlagsmenge größer als der Wasserverlust durch Verdunstungen und und Abflüsse, entstehen Hochmoore. Sie sind RegenMoore die ehr im regenreichen atlantischen Klima beheimatet sind. Die Moore spielen eine wichtige Rolle im Landwirschaftswasserhaushalt. Alexander von Humboldt verglich sie bereits mit riesigen Schwämmen, die schnell große Wassermengen aufnehmen und diese ganz allmählich wieder abgeben können. In Jahren mit viel Regen können Moore tatsächlich mehr als einen Meter aufschwimmen“. Danach sinkt das Moor wieder zusammen. Ökologisch gesehen sind Moore also hochwirksame Wasserspeicher, die die Gefahr von Überschwemmungen und Flutkatastrophen vermeiden helfen. Zudem speichern sie soviel Kohlenstoff, dass nahezu die Hälfte des als Kohlendioxid in der Atmosphäre vorhandenen Kohlenstoffs in Mooren gebunden ist.


 

InformationsQuelle: Gesundes Leben

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